Kyaikto / Golden Rock

Inhalt:

  • Verhüllung
  • Viehtransport
  • GoldenRock
  • Busfahrten

35.Tag

Nach den ersten Berührungen mit der birmesischen Kultur stand die weitere Reise Richtung GoldenRock auf dem Programm.

Das gängigste Fortbewegungsmittel in Myanmar ist der Reisebus. Nahezu von jeder etwas größeren Stadt gibt es direkte Busverbindungen.

Es gibt verschiedene Kategorien:

  • Minibus – analog einem ShuttleBus mit ca. 9 Sitzplätzen 0° Einstellung am Sitz
  • Reisebus mit Sitzplätzen ca. 30 Sitzplätze 0°-15° Einstellmöglichkeit
  • Nachtbus / SleeperBus mit vier Sitzreihen und ca. 40 Fernsehsesseln ca. 15°-20° einstellbar
  • VIP Nachtbus / SleeperBus mit drei Sitzreihen mit Fernsehsesseln ca. 35° einstellbar

Hauptunterschied sind die Service-Leistungen an Bord und die Möglichkeit der individuellen Sitzeinstellung. =)

warme Busfahrt – trotzdem gute Laune

Bekommt man beim Minibus und Reisebus ausser dem Transfer kaum Zusatzleistungen, sieht es beim Nachtbus und VIP Nachtbus schon wieder anders aus.

Beim Nachtbus sind Wasser und kleine Snacks inbegriffen.

Beim VIP Nachtbus gibt es ein Verpflegungspaket mit Wasser, Kaffee und kleine Kuchen.

Eines haben aber alle Varianten gemeinsam – eine Einstellung der Klimaanlage auf ca. 20C°.

Ich kann nur jedem raten: packt eure Expeditionsausrüstung für die Antarktis ein. =)

Für den 5h-Transfer zum Dorf Kyaikto in der Nähe des GoldenRock wählten wir den Reisebus.

Mit dem Taxi quer durch Yangon eine Stunde zum Busbahnhof im Norden der Stadt.

Nach einer etwas chaotischen Findungsphase der BusCompany dann endlich im Bus.

Leider hat der Busfahrer – wohl aus Gründen der Energieeffizienz – die Klimaanlage ausgestellt.

So fuhren wir 5h über holprige Straßen, aber schöner Landschaft Richtung GoldenRock.

Nach 3h gab es sogar eine Mittagspause – 30min – sehr sportlich für ein Mittagessen.

Wir suchten uns ein kleines Restaurant – nach 20min sah ich unseren Bus an uns vorbeifahren.

Küche mal anders

Beim signalisieren, dass sie uns vergessen hatten, kugelte ich mir fast die Schulter aus.

Zum Glück hatten wir einen aufmerksamen Co-Piloten, der uns erkannte, waren aber auch die einzigen Ausländer weit und breit, so durften wir dann wieder mit an Bord der Komfortmaschine.

Weiter über die Buckelpisten Richtung Ziel – kurz vor Ankunft verlieh ein kleines Mädchen ihrer Unzufriedenheit Ausdruck und quittierte die Fahrkünste des Busfahrers mit einem ordentlichen „Spuckerle“ auf den Gang auch hier war der aufmerksame Co-Pilot sofort zur Stelle und löste das Problem mit der Fußmatte.

Interessante Konstellation bei ca. 32° im Bus.

Im Resort angekommen stand erstmal Entspannung auf dem Programm.

Ab an den Pool und die „Ruhe“ genießen. Gar nicht so einfach, wenn eine birmesische Boyband am Pool mit Gitarre alte Lieder aus der Heimat spielt.

Das Resort war schön am Hang gelegen mit Ausblick auf die bergige Umgebung.

wundervolle Aussicht am Pool

Plantschen macht hungrig – ab unter die Dusche und ab ins Restaurant.

Bestellung aufgegeben, 2h gewartet. Laune so mittelmäßig bis Galgenhumor.

An den Nachbartischen befanden sich mehrere Gruppen – vielleicht Besucher der Regierung oder VIP´s, man weiß es nicht.

Leider hatten wir dann das Nachsehen und wurden mehrfach vertröstet.

Zum Abschluss ging es dann noch an die Hotelbar – ein wenig den Kummer ertränken =)

 

36.Tag

Motiviert zum Frühstück – heute ist ein spannender Tag!

Mit einem privaten Fahrer aus dem Hotel ging es nach Kin Pun, dem Dorf am Fuße des GoldenRock.

Per Viehtransporter wurden wir auf den Hügel gekarrt, die Fahrt war auf alle Fälle ihr Geld wert. Auch hier kam die „Spuckerle“ Tüte mehrfach zum Einsatz.

Spannung vor dem Startschuss

Viehtransport zum Gipfel

Die Rindviecher (Fahrgäste) auf der Ladeflächen bejubelten jede Bodenwelle und Kurve mit einem „Ohhhhhh“.

eine der einfacheren Serpentinen

Sehr amüsant, unser Fahrer stellte den neuen Streckenrekord auf – wir überholten auf dem Weg nach oben ca. 4-5 weitere LKWs.

Oben angekommen gab es weder Sekt noch Siegerehrung – wichtig war: überlebt! =)

übersichtlicher Überholvorgang – auf dem Weg zum Rekord

Der GoldenRock – eines der berühmten Wahrzeichen von Myanmar.

GoldenRock – statisches Meisterwerk

 

Der Legende nach hält ein Haar von Buddha den GoldenRock an seinem Platz.

Transfer überlebt – wundervolle Aussicht

Nach ausgiebiger Musterung und mehrerer Stunden statischer Berechnungen bin ich zum Entschluss gekommen: es müssen mindestens zwei Haare sein!

andächtig steht er vor dem GoldenRock – wer findet mich?

Leider wie so oft in Asien sind solche Heiligtümer umgeben von touristischen Dörfern, bestehend aus Souvenier-Shops, Restaurants und undefinierbaren Kunstwerken.

Strom zum GoldenRock – keine Touristen in Sicht

Wildschweinjäger am GoldenRock

müde von der harten Arbeit…

Hitze in Kombination mit den diversen Angeboten an Leckereien verursachten ein ganz eigenen Geschmack auf die Bergspitze.

Schwertransporter

Kurz vor betreten des letzten Abschnitts vor dem golden Rock herrscht „Verschleierungspflicht“ für Frauen – keine Shorts, keine Leggins, keine Tanktops, keine Schuhe und Socken.

Also hilft nur Verschleierung: gilt nur für Frauen.

35° in voller Montur

Ohne Schuhe und Socken – bei brütender Hitze und aufgeheizten Fliesen – ein lustiges Spiel.

Buddha in jeglicher Form

Im Anschluss an die Besichtigung des Heiligtums wurden wir wieder mit dem Viehtransport Richtung Tal gekarrt. Die 5h Wanderung zum Fuße des Berges ließen wir aufgrund der Hitze entfallen.

Auffällig – an jeder Ecke wird Infrastruktur errichtet. Hotels, Seilbahn und Verpflegungsstationen.

ein Blick durchs fachmännisch montierte Fernglas für 300Kyat =)

Im Dorf angekommen besorgten wir uns ein Busticket für die Fahrt am nächsten Tag von KinPun Richtung Kalaw – unserem nächsten Halt auf dem Weg Richtung nördlicher Region.

offizieller Ticketschalter in Myanmar

Für den Heimweg zum Resort waren leider keine Taxis oder TukTuks aufzufinden.

So durften wir im Fahrerhaus eines LKW´s die 6km zurücklegen.

Den Rest vom Tag genossen wir am Pool mit toller Aussicht.

Um uns herum, eine lustige Reisetruppe aus Asien. Wasser ist nicht so deren Element 🙂

lockere Cap – lockeres Bier

enjoying the view

Da wir wussten, dass das Essen lange dauern kann, gingen wir bewaffnet mit Smartphone und Laptop zum Hotel-Restaurant.

Bloggen vor dem Abendessen

Keiner da – nach 15min stand das tolle Essen auf dem Tisch.  Warum nicht gleich so =)

Ab zur gemütlichen Hotelbar und eine Runde Billiard… es war das längste Spiel meines Lebens.

Ein Kommentator hätte das Match wie folgt beschrieben: „Not gegen Elend“.

So liebe Leserrinnen und Leser, das war der Bericht zum Besuch beim GoldenRock.

Im nächsten Bericht lest ihr von unserer Reise Richtung Kalaw – dem Ausgangspunkt für unsere zweitägige Trekking-Tour an den wundervollen Inle-Lake.

greets

Chris & Andrea

 

 

 

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