Neuseeland: die Nordinsel

Inhalt:

  • Tauchgänge & Rafting
  • Fallschirmsprung & Höhlenexpedition
  • Wanderungen durch die atemberaubende Natur
  • Großstadtflair & Streetfestival

25.02.2018 – 31.03.2018

Ein weiterer Traum geht in Erfüllung…

Kia Ora!

Neuseeland… Land der faszinierend Uhreinwohner Maori. Dem Land von Flüssen und Seen, Bergen und Tälern wohin das Auge auch blicken kann.

Eine unheimliche Verbundenheit zur Natur. Eine Freundlichkeit und Gelassenheit der Kiwis – so nennen sich die Einwohner in Neuseeland selbst – die einen sofort ansteckt.

Besonders viel Zeit habe ich mir für diesen Abschnitt meiner Reise eingeräumt. Für jede Insel ca. 4 Wochen um auch alles in vollen Zügen genießen zu können.

Es ist schon beeindruckend welche Vielfältigkeit dieses Land am anderen Ende der Welt zu bieten hat. Knappe 18.600km trennen mich nun von der Heimat, Zahlen die man sich nur schwer vorstellen kann.

Um sich auf den Inseln zu bewegen gibt es mehrere Möglichkeiten – ein Fahrzeug kaufen oder mieten, eine Route mit den öffentlichen Verkehrsmitteln organisieren oder sich bequem einer Bustour anschließen.

Nach ein paar Hochrechnungen habe ich mich für die Bustour entschlossen. Preis-Leistung sind einfach unschlagbar und man kann hier recht einfach Kontakte knüpfen.

Die Hop-on / Hop-off Möglichkeit lässt einem auch genügen Freiraum für die eigenen Pläne.

Auf meiner Tour über die Nordinsel habe ich unheimlich tolle Menschen kennen gelernt – jede Person mit ihren eigenen Geschichten und Lebenswegen.

Sehr beeindruckend war die Begegnung bei einer Rafting-Tour in Rotorua mit einer älteren Dame aus den USA. Die betagte Dame kam auf zarte 68 Lenze und nahm tatsächlich an einer Raftingtour teil. Eine solche Tour auf einem Fluss mit Stromschnellen und einem 7m tiefen Wasserfall löst oft auch bei jüngeren Reisenden zittrige Knie aus.

Natürlich war ich neugierig und wollte ihre Geschichte erfahren. Nach ein wenig Smalltalk erklärte sie mir ihre Reisepläne. Auch sie nahm an einer Bustour durch Neuseeland teil, trotz gehobenererem Alter.

„Auf meiner Tour sind nur alte Leute, da habe ich mich für das Rafting angemeldet um etwas mehr Action zu erleben!“

Wow… in diesem Alter noch so viel Abenteuerlust und Neugier, das hat mich sehr beeindruckt.

Meine Antwort: „Ich möchte später so sein wie Sie!“

Die ersten Tage auf der Route ging es von Auckland nach Paihia in Richtung Norden. In der wunderbaren „Bay of Islands“ lässt sich so einiges erleben.

Auf meinem Programm stand ein Fallschirmsprung, eine Kreuzfahrt durch die berühmte Bay und zwei Tauchgänge.

Es war nicht mein erster Fallschirmsprung – aber der höchste Sprung war es definitiv.

16.500ft entsprechen 5Km und 70 Sekunden freiem Fall. Mit ca. 200-220km/h rauscht man der Erdoberfläche entgegen.

Herrlich dieser Moment, wenn man an der Kante vom Flugzeug sitzt und sich überlegt: „Was tue ich hier eigentlich?“

ab gehts!

Der Adrenalin-Rausch ist es allemal wert!

Mit meinem Skydive-Instructor habe ich mich auf Anhieb gut verstanden – so durfte ich nach Auslösen des Fallschirms Richtung Landezone steuern. Sehr erhabenes Gefühl.

Bay of Islands aus der Vogelperspektive

Erst hoch hinaus, dann tief hinunter in den Pazifik. Völliges Kontrastprogramm zu meinen vorherigen Tauchgängen.

Kalte und raue See, 5mm dicke Neoprenanzüge konnten Abhilfe schaffen. Für den ersten Tauchgang ging es zu einem der berühmtesten Schiffe der Welt.

Alles im Lot! #momiamfine

Die Rainbow Warrior gehörte einst zur Greenpeace-Flotte und sollte die französische Regierung von Versuchen mit Atomtests im Südpazifik abhalten.

1985 wurde dieses Schiff im Hafen von Auckland durch französische Agenten versenkt.

Mittlerweile dient es als Tauchspot in der Nähe von den Bay of Islands.

Die Natur holt sich das Meer zurück: Rainbow Warrior Wrack

Eine Boots-Cruise durch die Bay of Islands mit ihren unzähligen Inseln und Felsformationen durfte natürlich auch nicht fehlen. Auch Delphine sind in den fischhaltigen Gewässern anzutreffen.

Unzählige neugierige Delphine beim BoatCruise durch die Bay of Islands

„Hole in the Rock“ Bay of Islands

Viewpoint Bay of Islands

Weiter ging es auf der Kiwi-Route quer über die Nordinsel.

Ein weiteres Highlight war die Höhlentour in Waitomo.

Zwischenstopp „Cathedral Cove“

Cathedral Cove II

Nach dem Abseilvorgang von ca. 30m in die schwarze Tiefe ging es zu Fuß und im Schwimmmodus durch das verzweigte Höhlensystem.

typische Geste – Abseilvorgang in das Höhlensystem

Eingepackt in dicke Neoprenanzüge zum Schutz vor den kalten Gewässern, bewaffnet mit Kletterausrüstung und Helm gab es einiges zu erleben.

trotz 5Kg Hüftspeck konnte ich passieren

In den Höhlensystemen leben mehr Bewohner als gedacht. Berühmt sind die Höhlen in dieser Region vor allem für ihre „Glowworms“ – es hatte etwas Magisches sich im Wasser des Flusses in der Höhle treiben zu lassen, die Stirnlampe ausgeschaltet…

Promotion Bild – sehr nahe an der Realität

Wie die Sterne der Milchstraße säumen sich die Glühwürmer an den Wänden der gewaltigen Höhle.

oft eine Enge Kiste: schmaler Durchgang unter Tage

Auf dem Weg durch die Höhle galt es immer wieder Hindernisse zu bewältigen, Sprünge von Wasserfällen und Aufstiege durch enge Durchgänge waren keine Seltenheit.

Nach ca. 5h war unser Exkurs in diese abstrakte Höhlenwelt leider zu Ende – ein unvergessliches Erlebnis.

unverhoffter Höhlenbewohner: ein Aal

Nächster Stopp der Tour war in Rotorua, einer extrem aktiven thermalen und vulkanischen Region. An jeder Ecke sieht man Wasserdampf aus den heißen Quellen aufsteigen – ein fauliger Geruch durchströmt die Straßen. Schwefel sorgt für ein unvergleichliches Aroma.

schweflige Angelegenheit

In den Parkanlagen gibt es die Möglichkeit sich die heißen Quellen anzuschauen und eine Kostprobe der Energie unter der Erde zu verspüren.

Sonnenuntergang hinter thermischen Aktivitäten in Rotorua

Ein wöchentliches Straßenfestival mit allerlei Kultur und gutem Essen sorgte für Abwechslung auf der Sightseeing-Tour durch die Nordinsel.

Hier lernte ich Chris aus Deutschland kennen. Er tourt mit seinem Saxophon & Camper durch Neuseeland um seine Leidenschaft Reisen und Musik zu verbinden. Es sollte nicht unsere letzte gemeinsame Zeit in Neusseland bleiben – doch dazu später mehr.

Von Rotorua aus ging es abseits der vorgegebenen Tour mit dem Bus nach Tauranga um einen alten Freund aus meiner Zeit in China zu besuchen.

2010 hatten Nick und ich uns in China bei meinem Auslandspraktikum in Changchun kennen gelernt und über die Jahre den Kontakt gehalten.

Mei Ling, Nick und meine Wenigkeit am Barabend

Nach 8 Jahren gab es dann ein Wiedersehen in seiner Heimatstadt Tauranga an der Nordostküste.

Über das Wochenende zeigte er mir was seine Heimat zu bieten hat – Bartour, Wanderung auf einen erloschenen Vulkankrater mit gigantischer Aussicht und eine Segeltour nach neuseeländischer Tradition mit gemütlichem Picknick an Deck.

Viewpoint Tauranga auf einem erloschenen Vulkan

Alte Herren unter sich: Segeltour in den Buchten rund um Tauranga

Ich kann mich nur für die fantastische Gastfreundschaft trotz stressigem Alltagsleben bedanken!

Besuch bei der Filmkulisse „Hobbiton“ aus Herr der Ringe

Wieder zurück auf der Kiwi-Route rollte der Bus weiter nach Taupo.

Highlight dieser Station das Tongariro Alpine Crossing – eine Wanderung über eine Distanz von ca. 20km und einem Höhenunterschied von 766m vom Start bis zum höchsten Punkt.

Bergformation im Sonnenlicht am Start des Tongariro Crossing

wolkige Angelegenheit kurz nach dem Gipfel

Atemberaubende Aussichten kombiniert mit einer körperlichen Herausforderung ergeben einen unglaublichen Rausch an Glücksgefühlen.

Mt. Doom oder Schicksalsberg bekannt aus „Der Herr der Ringe“

Schicksalsberg mit Halbzeit-Schild

Bilder sagen mehr als tausend Worte =)

Szenerie beim Crossing – Bergsteiger bei der Rast

eines meiner Lieblingsbilder: verlassene Hütte beim Crossing

am Ende der Strapazen auch noch einen Sprint….

Weiter Richtung Süden, immer der Hauptstadt Wellington entgegen stand ein Stopover im wundervollen RiverValley auf dem Zettel. Völlig abgelegen, ohne Handyempfang oder WLan darf man sich hier noch auf das Wesentliche im Leben konzentrieren.

Zwischenstopp bei imposanten Wasserfällen

Gesellige Aktivitäten wie Brettspiele – mittlerweile ein Relikt aus vergangenen Tagen – waren hier eine tolle Abwechslung.

Für abenteuerlustige bot sich die Möglichkeit einer 12km RaftingTour oder einem Ausritt mit Pferden.

Ankunft der Maori-Krieger

Maori bei einer Haka-Aufführung (Kriegstanz)

Die Rafting Tour war abermals ein unbeschreibliches Erlebnis – die Natur in Neuseeland ist einfach atemberaubend schön. Man fühlt sich als Teil des Films Jurassic Park und wartet nur darauf, dass ein urtümliches Wesen um die nächste Ecke kommt.

Selten hatte ich mit einer Truppe beim Rafting so viel Spaß – Deutschland, Schweiz, USA und Dänemark peitschten sich gegenseitig zur Höchstform.

Nach der Abgeschiedenheit in RiverValley – Kontrastprogramm in der Hauptstadt Wellington.

Sehr umtriebige Stadt mit einem gut ausgebauten Nachtleben und einem fantastischen Museum, das genug Stoff für mehrere Tage Unterhaltung bietet.

Unverhofft kommt oft: pünktlich zum Straßenfest „Cuba Dupa“ trudelte ich in der Hauptstadt ein.

Straßentanz im Stil eines Flashmob

Die Tage in Wellington lassen sich aufgrund von diesem kunterbunten Ereignis nur als „verrückt & unterhaltsam“ beschreiben.

verrückte Erlebnisse auf dem Streetfestival

Zufällig lief ich Chris aus meiner Zeit in Rotorua über den Weg. Er erzählte mir von seinen Plänen auf dem Streetfestival bei diversen Locations gemeinsam mit einem DJ sein Saxophon anzustimmen.

Chris in Aktion – mein persönlicher Rekord: 6h tanzen durch die Straßen von Wellington

Gute Musik und entspannte Atmosphäre – da lasse ich mich nicht zweimal bitten =)

Ein gelungener Abschluss auf der Nordinsel, der besser nicht hätte sein können…

NEW ZEALAND I LOVE U =)

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.