Fiji

Inhalt:

  • Kava-Party
  • Island-Hopping Tour
  • Tauchen mit Haien
  • Speerfischen bei Nacht
  • Erste Versuche auf dem Surfbrett

24.04.2018 – 09.05.2018

 

BULA! It´s Fiji-Time!

Genau… in Fidschi ist einfach alles BULA! Das hört sich negativ an… ist es aber nicht. Im Wesentlichen ist BULA! ein Wort, welches eine Lebenseinstellung widerspiegelt.

Bula bedeutet im Kern eigentlich „Leben“. Wird aber auch verwendet als „Hallo“. Kann aber auch „auf Wiedersehen“ bedeuten. Oder einfach gute Wünsche für Gesundheit und ein gutes Leben.

Für mich ist es ein magisches Wort. Es beschreibt so vieles und so simpel… und es zaubert ein Lächeln auf jedes Gesicht in Fiji – fantastisch.

Ganz wichtig… in Fiji herrscht Fiji-Time.

Was das bedeutet? In unseren Fachmagazinen nennt man das ganz wissenschaftlich „Entschleunigung“.

Hier ist das einfach eine Lebenseinstellung die ansteckt – ich war in meinem Leben noch nie so entkoppelt von einer Uhr oder Zwängen etwas tun zu müssen.

Ein sehr interessantes Gefühl.

Was Fiji-Time auch bedeuten kann?

Gesprächsprotokoll mit einem Einheimischen:

„Der Bus kommt in 20min da an der Haltestelle oder heute gar nicht mehr. Vielleicht dann morgen wieder. Ab wann? Puh – gute Frage. Ich warte einfach bis einer kommt.“

Alles klar? =)

Wenn der Bus mal kommt… Easy Rider =)

Brennender Himmel in Fiji

So viel zur Einführung =)

Nach kalten Tagen in Neuseeland entschlossen sich Markus und meine Wenigkeit den Weg in wärmere Gefilde fortzusetzen.

Die passende Umgebung für unsere geschundenen Körper – traumhafte Strände und gesunder Gerstentee

Nicht weit von Neuseeland beginnen die traumhaften südpazifischen Inseln. Sonne tanken, schnorcheln und tauchen, entspannte Tage am Strand…

Schon bei Ankunft in Fiji war ich mir sicher, dass wird eine gute Zeit. Am Flughafen angekommen wurden wir von einer kleinen Live-Band mit Südseeklängen begrüßt – der perfekte Einstieg ins Inselparadies.

Die ersten Tage verbrachten wir in einem Surfcamp nahe der Stadt Apia.

Die Anfahrt war schon sehr abenteuerlich… Ankunft bei Nacht, 30km weg vom Flughafen ging es über Stock und Stein in eine abgelegene Ecke am Strand. Die meiste Zeit sahen wir einfach nichts außer Feldern mit extrem hohen Gewächsen.

Dort angekommen wurden wir von den freundlichen Hütern des Surfboards begrüßt.

Perfektes Timing: am Abend fand eine kleine Geburtstagsfeier statt – kombiniert mit meinem Handy als DJ Pult, ein paar netten Getränken aus der Speisekammer und dem traditionellen Trunk Kava ein gelungener Start in die neue Umgebung.

Traditionelle Kava-Zermonie: High Tide!

Zur Erklärung… Kava ist in der Südsee ein weit verbreitetes traditionelles Getränk. Hergestellt wird es aus Wurzeln der Kava-Pflanze. Die Wirkung lässt sich aber eher mit dem Namen „Rauschpfeffer“ beschreiben.

Man sitzt zusammen im Kreis, der Kava-Meister reicht die Kokosnussschale gefüllt mit dem erdigen Gebräu an die „Opfer“. Zugegeben, die ersten 4-5 Schalen waren etwas gewöhnungsbedürftig – ist der Mund aber erstmal leicht taub läuft es doch ganz flüssig.

Begonnen wird die Zeremonie mit einem klatschen in die Hände und dem Ausruf BULA!

Danach wird die Schale geleert und zurückgegeben. Dreimal in die Hände klatschen und man hat sein Soll fürs erste erfüllt.

Unterschieden wird bei der Menge in der Schale nach „Bestellung“

Ebbe oder Flut – high tide or low tide.

Flut für die Männer, Ebbe für die Damen.

Zumindest wurde uns das so erklärt, mit einem schelmischen Grinsen versehen.

Ausflüge in die Stadt und ab auf Erkundungstour… wir wollten ja dieses Insel-Hopping buchen.

„hang-loose“ – immer locker bleiben. Surfer bei der Arbeit…

Gesagt getan, nachdem uns ein freundlicher lokaler Inder durch die Stadt „geirrführt“ hatte, kamen wir endlich in der Tourist-Information an. So zumindest das Schild vor der Türe, letztendlich war es aber ein kleines Reisebüro.

Wir planten unsere 10 Tage über kleinen Inseln von Resort zu Resort. Klingt erstmal nicht so schwierig – unsere Reisekauffrau machte daraus jedoch ein Spektakel.

3,5h brauchten wir um die Buchungen bestätigt zu bekommen. Zwischenzeitlich nahm ich mir eine Auszeit für 30min auf der Wartezimmercouch und dachte ein wenig über das Leben nach, bevor ich selig einschlief.

Auch ein gutes Beispiel für Fiji-Time… es dauert, so lange wie es dauert  =)

Das Warten hat sich gelohnt.

Alles gebucht – also warten aufs Shuttle. PickUp früh am Morgen Richtung Hafen.

Spannend alleine schon die Betankung der Fähre – ein etwas älterer Herr zieht etwas Benzin aus einem 5L Kanister an und lässt es in den Tank fließen. Gesund ist das sicher nicht, aber praktisch.

Betankung abgenommen durch das Gesundheitsamt Fiji

Mit der Fähre ging es dann ab in den Norden zu unserer ersten Unterkunft. Auch hier wurden wir wie am Flughafen mit Gitarren und Gesängen begrüßt.

Traditionelle Begrüßung: Bula!

Unser Sea-Bus als Transfer vom Festland zu den Inseln

Die ersten 3 Nächte verbrachten wir auf dieser Insel. Am Tag ging es mit Maske, Schnorchel und Flossen auf Entdeckungstour. Am Abend übten wir uns im Uno-Kartenspiel in Kombination mit gutem Fiji Bier.

Tradition: persönliche Begrüßung durch einen tanzenden Krieger

Bekanntschaften wurden einfach und schnell geschlossen, wir sitzen ja alle im selben Boot =)

Postkarte!

Interessant immer wieder die verschiedenen Geschichten der Menschen auf ihren Reisen, welche Dinge sie glücklich machen und auf was es ihnen ankommt im Leben. Man lernt so vieles in Gesprächen – für mich eine unheimliche Bereicherung.

Weiter ging es mit dem Boot zu unserem nächsten Island. Für mich das Highlight während unserer Zeit auf den Inseln.

Jacob und „Amigo“ =)

Das kleine und einfache Long Beach Resort. Spartanischer Familienbetrieb mit großem Herz und Offenheit. Von Beginn an fühlten wir uns wie zu Hause.

Es gab Angebote für verschiedene Aktivitäten wie z.B. Wanderungen, Kajakausflüge, Schnorchelexpeditionen und einem täglichen Volleyballspiel mit allen Gästen und Angestellten.

Eco Haven – entspanntes Resort mit eindrucksvoller Umgebung

Wir entschieden uns für einen Schnorchelausflug auf der anderen Seite der Insel. Die Unterwasserwelt in Fiji ist ein Traum für jeden neugierigen Taucher.

Bunte Korallenfelder, gepaart mit schillernden Fischen in allen Größen und Formen.

Besonders viel Spass hatte ich mit Jacob, einer unserer Guides. Ein sehr unterhaltsamer junger Mann =)

Diese Jungs sind extrem darauf trainiert ihren Atem anzuhalten. Für ihn scheint es kein Problem zu sein unter Wasser 2min zu verharren und „Schabernack“ mit uns zu treiben.

Challenge: Durchtauchen eines kleinen Durchgangs zwischen Korallen auf ca. 6m Tiefe. Da lasse ich mich natürlich nicht zweimal bitten =)

 

 

Eine weitere Aktivität auf dem Zettel: Speerfischen bei Nacht

Ich hatte bereits in Indonesien das Vergnügen einen Nachttauchgang zu absolvieren, schon damals war das ein sehr gruseliges Unterfangen. Aber man gewöhnt sich an alles.

Bei Einbruch der Dunkelheit ging es raus mit dem Boot in die Bucht. Ab ins dunkle Meer.

Unser Guide führte die Taschenlampe über den Grund und versuchte Beute zu erspähen.

Der Speer bestand aus einer dünnen Eisenstange und einem Gummizug. Wurde ein Beutetier erfasst hieß es abtauchen und ansetzen.

Gar nicht so einfach mit Auftrieb und Dunkelheit. Erfolgreich waren wir trotzdem am Ende der Tour.

Einige Fische sind mit Vorsicht zu genießen, trotz ihres Ablebens können sie noch schmerzhaftes Gift über Stacheln an den Flossen absondern.

Ein Video gibts leider keines, es war ja auch einfach dunkel =)

Unsere Beute erhielten wir am nächsten Tag als Mittagessen serviert.

 

Beute vom nächtlichen Speerfischen – Bild leider mit unfreiwilligem Effekt

 

Unverhofft kommt oft. Am letzten Abend im Long Beach Resort war es Zeit für die Abschieds-Kava-Zeremonie. Gemütlich nicht weit vom Strand wurde die ein oder andere Schale Kava gereicht und die Erlebnisse der vergangenen Tage ausgetauscht.

Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis…. Wie mache ich einen Ring aus einer Kokosnuss?

Bis spät in die Nacht saß ich mit den Einheimischen und genoss die Geselligkeit.

Plötzlich hörten wir ein Grollen und die Erde begann zu vibrieren. Erst dachte ich es handelt sich um einen Scherz und die Jungs vom Resort bewegen einfach den Tisch.

Doch dann merkte ich wie nervös selbst die Einheimischen wurden – das ist meine persönliche Faustregel: „Werden Einheimische nervös, solltest du es auch sein.“

Nach 10-15 Sekunden war die Vibration wieder zu Ende.

Da war es tatsächlich: Mein erstes Erdbeben.

Sofort rannte einer der Angestellten mit einer Taschenlampe an den Strand um nach Anzeichen für einen Tsunami ausschauzuhalten.

Keine Anzeichen und keines der Warnsysteme war angeschlagen…

Also wieder zurück an den Tisch und weiter Kava verköstigen. Etwas mulmiges Gefühl, aber für einen solchen Adrenalin-Rausch reist man ja auch =)

Transportmittel für besser betuchte Reisende: Wasserflugzeug

Nach wunderbaren zwei Tagen im Long Beach Resort war es Zeit Abschied zu nehmen.

Entspannte Hängematte am Long Beach Resort

 

Jakob war natürlich gut vorbereitet und verabschiedete sich mit weinerlichen Stimme:

Jakob: „Chriiiiiiis, Chriiiiiiis…. I will miss you! “

Chris: “I will miss you guys too!”

Jakob: “And now leave my fucking island!”

 

Wie kann man solchen Humor nicht mögen? =)

„Ich bin der König der Welt!“ Martin aus der Slowakei genießt seinen Moment.

Ab ging es per Wassertaxi zu den beiden letzten Resorts auf unseren Trips rund um die Inseln.

Gipfelstürmer – wundervolle Aussichten

Auf dem Programm standen spannende Wanderungen zu Aussichtspunkten quer durch das Dickicht, Uno-Karten-Turniere und viele tolle Bekanntschaften aus allen Ecken der Welt.

Rauf auf den Gipfel – die Aussicht war es wert…

Der Gipfel ist nicht genug… rauf auf den Funkmast =)

Selfie als Beweis… wackelige Angelegenheit.

Im letzten Resort war es auch möglich Tauchgänge zu absolvieren – alles sehr rudimentär und sicher nicht TÜV-geprüft.

Zumindest das Equipment machte einen guten Eindruck – also begab ich mich mit einer kleinen Gruppe hinab in die Tiefe um die Unterwasserwelt von Fiji genauer zu betrachten.

Unser andächtiger Tauchguide… es scheint als bete er für unser Überleben.

Dort machte ich auch die ersten näheren Begegnungen mit Riffhaien und aus der Ferne auch mit Bullhaien – eine etwas unorthodoxe Art einer organisierten Fütterung als „zufälliger“ Beobachter beizuwohnen. Ganz legal erschien mir die Aktion nicht – aber man nimmt mit was geht =)

Schleicht um seine Beute: Weißspitzen-Riffhai

Gut getarnt… mein persönlicher Freund der Hai zwischen den Korallen

Nach diesen ereignisreichen Tagen hieß es leider wieder Abschied nehmen von den kleinen Inseln und zurück auf die Hauptinsel.

Dort verbrachten wir dann noch 2 Tage bevor es Markus leider wieder nach Hause in die Heimat führte und ich meinen Weg weiter nach Samoa anging.

Letzte Abende auf der Hauptinsel mit freundlicher Unterstützung von Fiji Gold =)

Sonnenspiele auf unserer letzten Fahrt Richtung Hauptinsel

An der Stelle ein herzliches BULA! an Markus – der hoffentlich eine genauso tolle Zeit in Neuseeland und Fiji hatte wie ich.

Ich denke aber da sind wir daccord =)

 

„hang loose“ Markus – „fast fingers“ Jacob – „two fingers“ Chris

Grüße aktuell aus Lima, Peru

Christian

Persönliches Lieblingsbild: 3-2-1 Selfie!

P.S.:

Ich versuche fleißig die versäumten Berichte aufzuholen, gleichzeitig weiter Spanisch zu lernen und dabei das Reisen nicht zu vergessen =)

 

                                

 

 

 

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