Samoa

Inhalt:

  • USA & Israel & Germany
  • Roadtrip mit Plattfuß
  • Strände / Höhlen / Wasserfälle
  • Kräftige Inselbewohner

 

09.05.18 – 19.05.18

 

Talafo! It´s Samoa-Time!

Und weiter geht es Richtung Osten… Samoa heißt das nächste Ziel. Im Gegensatz zu Fiji ist hier der Tourismus noch in den Kinderschuhen. Was allerdings nicht heißt, dass es hier nichts zu tun oder zu sehen gibt. =)

Südsee-Strand in Samoa.

Ähnlich wie in Fiji das Wort „Bula!“ wird in Samoa das Wort „Talofa“ verwendet. Die Regeln der intransparenten Fahrpläne für Busse oder Abmachungen gelten auch hier.

Was mir hier relativ schnell aufgefallen ist… die Menschen sind einfach alle kräftig gebaut.

Die Polynesier sind ein sehr freundliches Volk, mit den meisten Einwohnern würde ich mich aber nicht anlegen, inklusive der Frauen =)

Nicht umsonst ist Samoa und auch Fiji für seine starken Rugby-Teams bekannt.

Doch dazu später mehr…

Der Letzte Abend in Fiji wurde zur kleinen Abschiedsfeier im Hostel – dementsprechend müde kam ich am Flughafen an.

Beim Boarding warte ich eigentlich immer generell bis die ganzen Menschen in der Brücke verschwunden sind und ich nicht noch 30min stehen muss, diesmal entpuppte sich das als gewagtes Unterfangen.

Ich saß direkt vor dem Gate und wartete…. bis mich auf einmal hektisch eine Stewardess antippte und fragte ob ich nach Samoa fliege.

Was ein Schrecken, ich war tatsächlich mit Ohrstöpsel und Musik eingeschlafen und hatte nicht einmal meinen Ausruf gehört.

Das Gute an der Geschichte, keine Wartezeit beim Betreten des Flugzeugs und direkt auf den Platz =)

Südseeinsel wie man es sich vorstellt… im Vordergrund ein Infinity-Pool.

In Samoa angekommen folgte der Immigration-Prozess, Karte ausfüllen und warten. Auch hier wieder die Begrüßung durch Südseeklänge… daran könnte ich mich gewöhnen.

Entspannter Transport unter Einheimischen.

Direkt am Flughafen lernte ich dann zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten kennen. Sebastian „der Pate“ – halb Kolumbianer halb Amerikaner und Johnny „the big boy“ aus Israel. Beide Herrschaften sind beim Militär aktiv – Sebastian als Navigator bei der US Air Force und Johnny bei der Infanterie in Israel.

Christian – Sebastián – Johnny

Wir kamen ins Gespräch über Reisepläne in Samoa – hatten schnell einen guten Draht und beschlossen gemeinsam auf Erkundungstour zu gehen.

Ich bin ja nun schon eine Weile unterwegs, aber solche Charaktere habe ich bisher noch nicht getroffen. Im positiven Sinne =)

Kampf mit der Kokosnuss – schälen ist eigentlich Frauensache…

Alleine die Kombination der Nationalitäten ist schon bemerkenswert… Israel / USA / Germany – geschichtlich ist diese Verbindung aufgrund der Historie nur schwer vorstellbar, in diesem Falle hat sie sich aber als Achse der Gleichgesinntheit entpuppt.

Sebastián und sein Suppenhuhn, Johnny bereitet die Cocos-Milch vor.

Unser Plan – Roller mieten und die Insel erkunden. Klingt erstmal einfach… doch in Samoa ist alles etwas anders. Die Infrastruktur ist noch nicht sehr gut ausgebaut und alle 8 Roller der einzigen Vermietung waren bereits ausgebucht.

Also wechselten wir auf einen Mietwagen.

Nicht immer waren die Straßen zu erkennen…

Die Straßen der Insel sind äußerst übersichtlich wie auf dem unteren Bild zu erkennen ist.

Los ging es rund um die Hauptinsel Upolu. Auf der Suche nach einem Wasserfall trafen wir Pepi, den Bürgermeister eines kleinen Dorfes an der Küste. Er verweilte in einer kleinen offenen Hütte und wartete auf den Bus zu seinem Dorf. Unser israelischer Chauffeur fragte ihn ob er gerne mitfahren möchte. In Samoa ist es völlig normal Anhalter oder wartende Menschen auf den Straßen mitzunehmen. Man stelle sich dieses Szenario in Europa vor…

Bürgermeister Pepi & Friends

Im Dorf angekommen führte er uns durch sein kleines Reich direkt an der Küste. Sehr ärmliche Verhältnisse.

Traditionelle offene Häuser / Hütten – man vertraut sich!

Die Kinder des Dorfes kamen zusammen und waren sehr an uns interessiert… für mich immer wieder faszinierend wie neugierig Kinder sind und ohne Vorurteile auf fremde Menschen zugehen.

Neugierige Dorfjugend =)

Internationale Grimasse!

Auf unserer Erkundungstour machten wir halt an Wasserfällen, schönen Strandabschnitten und kleinen Dörfern.

Erdrutsch im Südwesten der Hauptinsel – die Straße wurde auf das Meer erweitert.

Nach einigen Kilometern war es dann soweit, der erste Plattfuß auf meiner Tour. Und es sollte nicht das letzte Mal sein.

Wir bewegten das Fahrzeug von der Straße und versuchten die festgefressenen Schrauben mit aller Gewalt zu öffnen, kein Erfolg.

Geballte Kompetenz am Werk =)

Selbst meine zarten 80Kg mit beiden Beinen auf dem Schraubenschlüssel brachten keinen Erfolg.

Preisfrage: Was braucht man also um festgesetzte Schraube zu öffnen?

Richtig: einen freundlichen Samoaner.

Ein Bewohner beobachtete das Treiben, erhob sich aus seiner Hängematte und stellte sich grinsend neben uns.

Er hatte samoanisches Gardemaß… ca. 2m und an die 150Kg – eine Mischung aus purer Kraft und zartem Hüftspeck.

Erst richtete er sich seinen traditionellen Rock um dann mit einem kräftigen Ruck die Schrauben zu öffnen.

Drei offene Münder und ein grinsender Samoaner…

Unterkunft direkt am Strand – offene Hüten für das Südseefeeling.

Auf unserer Erkundungstour lernten wir noch Lea aus Deutschland kennen. Sie schloss sich für ein paar Tage unserer Männerrunde an.

To Sua Ocean Swimming Hole – Mutprobe: Sprung von oberhalb der Leiter ca 12-13m – erledigt =)

Man kann wirklich ans Ende der Welt fahren – noch ein Stückchen weiter – und man trifft jemand aus Deutschland =)

 

Die ersten Tage verbrachten wir auf der Hauptinsel Upolu um dann mit der Fähre auf die Nachbarinsel Savaii überzusetzen.

Fähre Richtung Savaii – neue Freunde an Bord.

Diese Ecke Samoas ist noch weniger von Touristen besucht als die Hauptinsel und so ist man hier doch etwas Besonderes.

Versteckspiel auf der Fähre.

Die Menschen winken einem zu, sind freundlich und interessiert – viele sprechen auch hier Englisch was mit der Vergangenheit des Inselstaates zu tun hat.

Endlich schafften wir es uns Roller zu beschaffen um die Insel etwas näher zu erkunden.

Auf unserem Rundkurs besuchten wir kleine Dörfer, Wasserfälle und Höhlen.

Schelmisches Grinsen – sein Vater erntete gerade wilde Kokosnüsse.

Besonders imposant die Wasserfälle… ein kleines Paradies etwas abseits der Straße.

Kristallklares Wasser gefiltert durch vulkanisches Material.

Leider ist eine Infrastruktur auf der Nebeninsel Savaii so gut wie nicht vorhanden, so mussten wir die Hilfe der Einheimischen in Anspruch nehmen, als uns (mir) der Treibstoff für unseren Raketenroller ausging.

Jedes Dorf besitzt eine eigene Kirche.

Besonders beeindrucken für mich war der Besuch in einem kleinen Dorf – die gesamte Gemeinde spielte Volleyball und die Kinder übten sich in „Allesball“.

Besuch bei einer Dorfgemeinschaft – wer findet meine Sonnenbrille?

Ebenfalls ein Problem unser nächster Plattfuß auf unserem Ausflug… eine Glückssträhne sieht anders aus – aber was solls. Wir sind in Samoa, da lasse ich mir doch die Laune von solchen Kleinigkeiten nicht verderben =)

Das Krokodil und sein Nilpferd – Johnny mit neuem Begleiter =)

Wir versuchten zwei Tage eine Rollerreparatur zu finden oder jemand der unseren Roller zum Fährhafen transportieren konnte.

Lea & meine Wenigkeit beim Warten auf den „Abschleppdienst“. Neugierige Kids hat es an jeder Ecke.

Wir wurden fündig… ein netter Samoaner hievte den Roller auf seine Ladefläche. Wir versuchten es zu Dritt…

Hilfsbereiter menschlicher Kran aus Samoa – man beachte die Größenverhältnisse. =)

Geduld ist was ich mir aus Samoa mitgenommen habe, in allen Lebenslagen =)

Traumhafte Strände mit vulkanischen Einflüssen

Leider hieß es nach abenteuerreichen Tagen Abschied nehmen von einer unfassbaren Truppe.

Selten so schnell einen guten Draht zu Menschen aufgenommen – ich bin mir sicher wir werden uns wiedersehen. In welchem Land bleibt noch offen =)

Liebe auf den ersten Blick: Johnny und Sebastián beim Abendmahl.

Grüße von San Andrés, Kolumbien

Christian

 

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