Phuket

Anreise und erste Erfahrungen

Und los…

So ganz fassen konnte ich es immer noch nicht. Aber der Tag der Abreise ist da!

Gefühlsmäßig irgendwie „geschüttelt“ und nicht „gerührt“.

Irgendwas zwischen „JEHA!“ und „Hab ich den Herd aus und die Lockenwickler ausgesteckt?“.

Startschuss

Gestärkt vom letzen schwäbischen Mittagsmal bei Mutti (Rouladen mit Spätzle) konnte es dann auch Richtung Thailand losgehen.

Kurze und schmerzlose Verabschiedung – Hugs & Handshake.

Kennt ihr das Gefühl wenn ihr die Wohnung für ein Jahr abschließt? Fühlt sich komisch an.

Die letzten Habseligkeiten in das überladene Backpack gestopft und ab Richtung Flughafen.

Backpack für ein Jahr

Denkste…

Ein Dank an Herr Dobrindt – anscheinend ist das Ziel seiner Amtszeit alle Autobahnen auf einmal in eine endlose Baustelle zu verwandeln.

Gemessen an dieser Tatsache, hätte er sein Wahlversprechen eingehalten. =)

Bevor es von Frankfurt nach Phuket per ThaiAir ging, gab es bereits in Deutschland die erste Hürde in Form der Autobahn A6.

Trotz ausreichendem zeitlichem Puffer kam ich bereits bei Reiseantritt in leichte Hitzewallungen.

Vollsperrung dadurch 2h Verspätung und „Just-in-Time“-Anlieferung am Frankfurter Flughafen.

  • Start: 16:30Uhr
  • Ankunft 19:35Uhr
  • Flug 20:40Uhr

Ein Dank geht hier an den geduldigen Busfahrer „Ummi“ –> ein Hoch auf unseren Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer… lassen wir das.

Als Entschädigung für die holprige Anreise war zum Glück der Flieger kaum belegt, somit wurde die 3er-Sitzreihe kurzerhand in ein Kingsize-Bett umfunktioniert und die Laune war wieder auf Kurs.

traumhafter Anflug auf Phuket

1.Tag

Erster Endgegner nach verlassen des Flughafen: die schwüle Klimawand. *bäm*

Shuttlebus? Taxi? Privatfahrer? Tuk Tuk?

Ein Tuk Tuk hätte meinem massiven Backpack und dem „drahtigen“ Körper nicht standgehalten. Also fiel aufgrund von Preis/Leistung die Wahl auf den Shuttlebus.

Rein in die TÜV-geprüfte asiatische Karosse und los mit dem Shuttlebus.

8 Plätze –> 8 Personen. Hört sich erstmal vernünftig an. Wären da nicht die gefühlt 100 Koffer und Backpacks.

Halb so wild… ich hatte ja meinen Glückstag.

Also durfte ich auf den Beifahrersitz. Kleinste Knautschzone im Fahrzeug, aber man nimmt was man kriegen kann.

Nach einer Odyssee an sämtlichen Resorts vorbei in Patong Beach direkt an der Amüsiermeile Bangla Road angekommen.

Unterkunft:

Lupta Hostel Pa Tong

Preis pro Nacht: 10€

Zugegeben nicht gerade günstig für ein Hostel in Asien, aber es liegt sehr zentral und ist extrem sauber. Die guten Bewertungen haben mich dann auch überzeugt.

Beim Start in das Jahr möchte mach ja auch nicht gleich mit Experimenten anfangen 🙂

Wundervoll, ein 8-Bett-Zimmer ganz für mich alleine. Wie bereits erwähnt… es ist ja mein Glückstag.

Residenz Lupta Hostel Pa Tong

Erstmal gemütlich die wertvollen Habseligkeiten in den Locker gepackt, aufs Bett gelegt und angefangen die nächsten Tage zu planen.

Nach 2h bin ich dann auch wieder aufgewacht und bin Richtung Supermarkt gewackelt, eine Reise macht auch durstig.

Raus aus der klimatisierten Biosphäre und *zack* … da war sie wieder, diese feuchte warme Wand.

Nach dem kurzen Einkauf ging es erstmal auf Erkundungstour rund um das Hostel. Sehen und gesehen werden!

Wichtig in Thailand: Beim Budget für jeden Tag eine Massage vorhalten.

Und wenn wir schonmal hier sind, nutzen wir die Gelegenheit um die Strapazen der Anreise vergessen zu machen.

seriöse Empfehlung:

Puluang 1 Thai Massage

300baht ca. 8€ für 1h Thai Massage (ohne HappyEnd)

Für Pa Tong Verhältnisse und die Sauberkeit recht günstig. Sollte nicht mein letzter Besuch gewesen sein.

Nach einer ThaiMassage kann einen schnell mal ein Hungergefühl überkommen, daher wieder weiter immer den Empfehlungen des TripAdvisor nach.

Klare Empfehlung für mein Stammlokal in Pa Tong: Sabai Beach Restaurant

Das Restaurant bietet alle möglichen Thai-Gerichte an, vor allem Seafood und liegt wunderbar direkt am Strand. Unschlagbare Preise und Aussicht.

Abendmahl

Nach dem festlichen Abendmahl ging es dann zurück ins Hostel und ins Bett.

Es wurde Abend und es wurde Morgen.

2.Tag

Nach einer etwas durchwachsenen Nacht war der Plan klar, Roller mieten und rauf auf die Piste. Insel erkunden, abgelegene Strände und Spots suchen.

Für 300baht pro Tag einen 150cc Höllenhobel beim pakistanischen Rentalservice angemietet. Irgendwie hat man immer das Gefühl man wird über den Tisch gezogen.

schönster Helm der Welt

150er Höllenroller

Was solls, ich hab ja Urlaub und möchte mich nicht an Kleinigkeiten aufhalten. Immerhin war es der schönste Helm der Insel – gratis.

Scheint wieder ein Glückstag zu werden.

Erstmal mit der Verkehrslage anfreunden und unbeschadet aus der Nebenstraße kommen.

Obacht… in Thailand herrscht Linksverkehr – meistens.

Ab und an zeigen einem die einheimischen ihre Flexibilität bei der Wahl der Spur auf. Sehr spannend. Aber wer in China überlebt, schafft das auch in Thailand – vielleicht.

Erstmal raus aus der Stadt und mit einem „born-to-be-wild“-Gefühl ab Richtung Viewpoint.

Aussicht Karon Viewpoint

Karon Beach

Immer weiter Richtung Süden zum Promthep Cape – lockere Haltung alá Harley-Chopper auf dem Roller und im Ohr „Highway to Hell“.

Promthep Cape

So ein Rockerleben macht natürlich hungrig. Best choice Rawai Seafood Market.

Empfehlung: Khun Pha

Nationalgericht Phat Thai und BBQ-Shrimp

Nach den weiteren Spots Rawai Beach, Old Phuket ging es über Kathu zurück nach Pa Tong.

Wo geht´s lang?

Bei der Suche nach einem geeigneten Parkplatz musste leider der erste Verlust der Reise hingenommen werden.

Sonnenbrille vs. Autoreifen 0:1 =(

angry pirate

Aber davon lass ich mir im Urlaub ja nicht die Laune verderben. Ab unter die Dusche und weiter zum Abendessen.

Und da passiert es… die erste Begegnung mit Familie Tinder.

Svenja & Hannes aus Hamburg. Schon da hat meine Leber sich etwas krampfig angefühlt, aber dazu später mehr.

Gemeinsames Abendessen am schönen Strandlokal. Ein paar Bierchen später war klar… das wird „ehrenlos“.

Ab auf die Amüsiermeile Bangla Road und den kläglichen Versuch gestartet an jeder Bar ein Getränk zu verhaften.

trinkfest =)

Von Bar zu Bar und weiter zu einem Muay Thai Event (Thaiboxen).

Genug angetrunken für einen Punkt auf der Bucketlist: „PingPong-Show“.

Geschmäcker sind ja verschieden – meins is es nicht.

Glücklicherweise hatte ich keinen Film im Fotoapparat, somit gibt es auch keine Bilder 🙂

Da es anscheinend wundervoll harmoniert hat, wurde kurzerhand ein Termin zum Geburtstagsumtrunk von Svenja am 12. September auf Koh Phi Phi vereinbart und mit Blut unterschrieben.

Der Grundstein war gelegt für eine trinkfeste Freundschaft.

Es wurde Abend und es wurde Morgen.

3.Tag

Was soll man sagen, ihr kennt solche Abende.

Nach betrunken kommt irgendwann die Phase „unsterblich“.

Das böse Erwachen, der Tag danach.

Vor allem in meinem gehobenen biblischen Alter tut sowas doppelt weh.

Lange geschlafen und irgendwann wieder auf geistiger Spur wurde der Tag zur weiteren Planung verwendet.

Planung mit Kater

Einzige Amtshandlung an diesem Tag: Massage & Abendessen.

Es wurde Abend und es wurde Morgen.

4.Tag

Der Süden und der mittlere Teil wurde bereits von mir erobert – also ab Richtung Norden.

Raus aus dem Hostel – Blick in den Himmel – bewölkt – na und?

Regenschauer

geteiltes Leid ist halbes Leid

Nach ca. 30min endete die Fahrt an einer Bushaltestelle. Regenschauer sorgten für einen Boxenstopp.

Ein freundlicher Thailänder – ich nannte ihn Karl – erklärte mir dann den Zusammenhang zwischen Regen und Feuchtigkeit.

Irgendwie machte ich wohl den Anschein als würde ich fließend Thai sprechen – oder zumindest ein guter Zuhörer sein.

Sehr nett diese Thailänder, komischerweise fuhr er in der stärksten Phase des Regen los.

Anscheinend war er unzufrieden mit mir. =(

Letztendlich hörte der Regen auf und ich machte mich auf die Weiterreise.

paradies viewpoint

naithon beach

Viewpoint – Strände und zum Abschluss wieder ein stärkendes Abendmahl nach einem harten „Arbeitstag“.

geht immer: BBQ-Shrimp & Path Thai

Hätte ich gewusst was mir in meiner letzten Nacht auf Phuket so blüht, ich wäre wohl am Strand geblieben oder in einer Bar versackt bis zur Abfahrt.

Im Hostel angekommen – alles für die Abreise vorbereitet. 6:00Uhr klingelt der Wecker für die Fahrt zum Chian Wanich Pier einmal quer durch Phuket auf die Fähre Richtung Koh Yao Yai.

Ab in die Koje und gute Nacht.

Kleine Randnotiz – mittlerweile hat sich eine Chinesin im Etagenbett über mir eingenistet.

Machte einen netten Eindruck und war etwas überrascht über mein gebrochenes Chinesisch.

Gegen ca. 2Uhr weckte mich dann ein monotones tropfendes Geräusch

–> Kondenswasser aus der Klimaanlage

Lösung – Klimaanlage aus.

Problem – chinesische Mitbewohnerin hat gerne -15°C

3Uhr tropfende Geräusche von der Klimanlage

Lösung – Klimaanlage aus.

Problem – chinesische Mitbewohnerin hat gerne -15°C

4Uhr tropfende Geräusche von der Klimanlage

Lösung – Klimaanlage aus.

Problem – chinesische Mitbewohnerin hat gerne -15°C

Ihr seht, es zeichnet sich ein gewisses Muster ab.

Auf ihren Lotusfüßen hat sie anscheinend völlig lautlos die Klimaanlage wieder angestellt…

Die Klimaanlage tropfte gefühlte 5 Liter Wasser auf den Boden.

Da ich ein netter Mitbewohner bin habe ich ihren Koffer & weiter Plastiktüten vor dem ertrinken gerettet.

Sie dankte es mir mit lautem schnarchen. Anscheinend ein Zeichen der Wertschätzung =)

Nach einer kurzen Nacht ging es mit dem Taxi Richtung Pier und auf den Weg nach Koh Yao Yai.

Alles weitere lest ihr dann in einer weiteren Folge „crumbs-to-go“ diesmal auf Koh Yao Yai.

Viel Spass beim Lesen 🙂